DiMelli Bayernweites Diabetes-Register für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Ziel:
►Die Studie möchte einen Beitrag dazu leisten, die verschiedenen Krankheitsbilder von Diabetes mellitus besser zu verstehen. Die Untersuchung von Blutproben ermöglicht die genaue Bestimmung des Diabetestyps und gibt so Aufschluss über die Verteilung der einzelnen Diabetestypen im Kindes- und Jugendalter. Zudem werden die mit Diabetes in Zusammenhang stehenden Autoimmunerkrankungen analysiert. Auch der Einfluss verschiedener Faktoren wie zum Beispiel Übergewicht und Bluthochdruck werden erforscht.
Teilnahme:
►Teilnehmen können alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,
die bei Diagnose unter 20 Jahre alt sind,
deren Diabetesdiagnose nicht länger als sechs Monate zurückliegt,
unabhängig ihres Diabetestyps und
deren Diabetes in Bayern behandelt wird.
Jeder in Bayern tätige Arzt kann Patienten in die Studie aufnehmen.
Hintergrund:
►Seit mehreren Jahren steigt die Anzahl der Diabetes-Neuerkrankungen weltweit an. Leider
sind auch immer mehr Kinder und Jugendliche davon betroffen. Bei ihnen fand man bis vor
kurzem hauptsächlich Typ-1-Diabetes, bei dem Autoimmunprozesse die Insulin
produzierenden Betazellen zerstören. Typ-2-Diabetes hingegen galt bislang als eine typische
Erkrankung des Erwachsenen, die - neben genetischen Faktoren - durch Übergewicht und
Bewegungsmangel verursacht wird.
Da zunehmend auch immer mehr Kinder übergewichtig sind, entwickeln sie heute immer häufiger einen Typ-2-Diabetes oder Mischformen aus Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Die Diagnose wird dadurch erschwert. Da Typ-1- und Typ-2-Diabetes unterschiedlich therapiert werden, können nur durch eine eindeutige Diagnosestellung und der optimalen Therapie Folgeerkrankungen des Diabetes verzögert beziehungsweise verhindert werden.
Ablauf:
►Nach einmaliger Blutentnahme und dem Ausfüllen eines Fragebogens erhalten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte kostenlos die Ergebnisse über Insel-, Schilddrüsen- und Zöliakieantikörper sowie über die Restfunktion der Insulin produzierenden Betazellen (C-Peptid). Die Patienten profitieren daher von qualitätsgesicherten Befunden, mit denen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die optimale Therapie festlegen können.
Studienleitung und Kontakt:
►Interessierte Eltern, Jugendliche oder Ärztinnen und Ärzte, die DiMelli unterstützen
möchten, melden sich bei der
DiMelli wird gemeinsam von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung von Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler durchgeführt. Das Register wird im Rahmen des Kompetenznetzes Diabetes mellitus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
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