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PINGUIN
              
Die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes nach einem Insulin behandelten
Schwangerschaftsdiabetes verhindern oder verzögern                                                                                                                                        
Ziel:
►PINGUIN steht für Postpartale Intervention bei Gestationsdiabetikerinnen unter Insulintherapie. Das bedeutet, dass eine Lebensstilveränderung und ein Medikament bei Frauen mit Insulin behandelten Schwangerschaftsdiabetes nach der Entbindung den Blutzuckerstoffwechsel günstig beeinflussen sollen. Ziel hierbei ist, einen Typ-2-Diabetes mellitus nach einem Insulin behandeltem Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern oder zu verzögern.

Teilnahme:
►Teilnehmen können Frauen,

  • die während ihrer letzten Schwangerschaft einen Insulin behandelten Schwangerschaftsdiabetes hatten,
  • bis zum Studieneintritt abgestillt haben,
  • deren Entbindung nicht länger als 9 Monate zurückliegt,
  • mindestens 18 Jahre alt sind,
  • bereit sind, während der ersten zwei Studienjahre (Einnahme des Studienmedikaments) eine sichere Empfängnisverhütung anzuwenden

Hintergrund:
►Die Deutsche Gestationsdiabetes-Studie, die das Institut für Diabetesforschung der Forschergruppe Diabetes e.V. am Helmholtz Zentrum München seit 1989durchführt, hat gezeigt, dass das Risiko der Frauen mit Insulin behandelten Schwangerschaftsdiabetes innerhalb der folgenden drei Jahre nach Entbindung einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln bei 61 Prozent lag . Bislang gibt es noch keine gesicherte Therapie, die diese Entwicklung zum Typ-2- Diabetes verhindern kann. Hier will das Institut für Diabetesforschung mit der PINGUIN-Studie eingreifen.

Ablauf:
►Die Studie dauert insgesamt drei Jahre. Diese setzen sich aus zwei Jahren Intervention (tägliche Einnahme des Studienmedikaments beziehungsweise Placebo) und ein Jahr Nachbeobachtungszeit zusammen. Die tägliche Einnahme des Studienmedikaments mit dem Wirkstoff Vildagliptin (Galvus®) über 24 Monate und eine Lebensstilberatung soll die Entwicklung zu einem Typ-2-Diabetes verhindern. Die Lebensstilberatung beinhaltet eine Beratung und Betreuung hinsichtlich einer gesunden Ernährung und körperlicher Aktivität. Vildagliptin ist ein DPP-4-Inhibitor, der den Abbau des körpereigenen Hormons Glucagon-like-peptide 1 (GLP-1) hemmt und so nahrungsabhängig die körpereigene Insulinausschüttung verstärkt. Das bewirkt, besonders bei beginnender Fehlfunktion der Insulin produzierenden Inselzellen, eine ausgeglichenere Zuckerstoffwechsellage. Vildagliptin ist ein modernes Medikament, das bereits seit September 2007 für die Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen ist.

Studienleitung und Kontakt:
►Betroffene Frauen, die an PINGUIN teilnehmen möchten, melden sich (auch gerne schon zum Zeitpunkt der Schwangerschaft) beim

Institut für Diabetesforschung der Forschergruppe Diabetes e.V. am Helmholtz Zentrum München
Leitung Prof. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1, 80804 München
Telefon: 089/ 3068 2917
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

PINGUIN-Studie im Internet:
www.pinguin-studie.de


zum Download: Flyer für interessierte Frau mit Insulin pflichtigem Schwangerschaftsdiabetes

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