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TEENDIAB

Den Ursachen von Typ-1-Diabetes in der
Pubertät auf der Spur   
                                                        

Ziel
►TEENDIAB ist die erste Verlaufsbeobachtungsstudie, die die Entwicklung von
Typ-1-Diabetes während der Pubertät untersucht. Durch die Studie sollen genetische und
Umweltbedingte Faktoren identifiziert werden, die speziell während der Pubertät die
Entstehung von Typ-1-Diabetes beeinflussen. Zukünftig sollen diese Informationen dazu
beitragen, die Entwicklung von Typ-1-Diabetes zu verhindern.

Teilnahme
►Teilnehmen können

  • alle Kinder ab dem Alter von 8 Jahren bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres,
  • in deren Familie mindestens ein Elternteil oder Geschwisterkind Typ-1-Diabetiker ist,
  • die bisher keine Inselautoantikörper gebildet haben,
  • und in Deutschland leben.

Hintergrund
►Heute ist die Insulin pflichtige Form der Zuckerkrankheit bereits eine der häufigsten
chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Schätzte man für das Jahr 2005
zirka 15.000 Fälle von Typ-1-Diabetes bei Kindern unter 15 Jahren in Europa, gehen die
Forscher für das Jahr 2020 von 24.400 Fällen aus. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt
jährlich um drei bis fünf Prozent und erreicht im Alter von zehn bis vierzehn Jahren einen
Gipfel. Über diesen Alterszeitraum gibt es weltweit noch sehr wenig gesicherte Daten.
Ein erster Hinweis auf den möglichen Ausbruch der Erkrankung ist der Nachweis von Inselautoantikörpern. Diese Antikörper richten sich gegen Bestandteile der Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Diese Reaktion des Immunsystems nennt man Inselautoimmunität. Studien, die die Entwicklung von Inselautoimmunität und Typ-1-Diabetes im Kindesalter untersuchen, konnten zeigen, dass neben genetischen Komponenten auch umweltbedingte Faktoren eine große Rolle spielen.

Ablauf
►Die Teilnehmer werden regelmäßig auf Inselautoantikörper, inklusive des kürzlich
entdeckten Immunmarkers Zink Transporter 8 Autoantikörper getestet. Diese
Autoantikörperuntersuchungen tragen dazu bei, eine mögliche Erkrankung bereits im Vorfeld
zu entdecken und die Entwicklung der Inselautoimmunität beobachten zu können. Damit
versuchen die Wissenschaftler die Ursachen für eine Erkrankung zeitlich einzugrenzen. Die
Diagnose von Typ-1-Diabetes kann gegebenenfalls frühzeitig gestellt werden, was dabei
hilft, das Risiko für Komplikationen wie zum Beispiel
Stoffwechselentgleisungen zu senken.
Die Forschergruppe Diabetes der TU München bespricht bei Bedarf die Ergebnisse der
Autoantikörpertests und ihre Bedeutung ausführlich mit den Familien.
Des Weiteren untersuchen die Wissenschaftler Umwelteinflüsse wie Ernährung, Bewegung,
psychosoziale Entwicklung, Pubertäts- und Gewichtsentwicklung bei den TEENDIAB-
Kindern.
Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer profitieren also von engmaschigen kostenlosen
Vorsorgeuntersuchungen - und das bis zum 18. Lebensjahr.

Studienleitung und Kontakt
►Interessierte Eltern oder Ärztinnen und Ärzte, die TEENDIAB unterstützen möchten, melden sich bei der

Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München
Leitung Prof. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1, 80804 München
Kostenlose Tel. 0800-8284868
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Internet: www.teendiab.de

TEENDIAB wird von der Forschergruppe Diabetes der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung von Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler durchgeführt. Die Studie wird im Rahmen des Kompetenznetzes Diabetes mellitus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.


zum Download: Informationsflyer für Eltern

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